{"id":5068,"date":"2014-08-21T14:36:31","date_gmt":"2014-08-21T13:36:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.igbce-blogs.de\/aufgeweckte-alte\/?page_id=5068"},"modified":"2015-02-26T16:28:34","modified_gmt":"2015-02-26T15:28:34","slug":"bad-orb-und-die-wegscheide","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.igbce-blogs.de\/aufgeweckte-alte\/?page_id=5068","title":{"rendered":"BAD ORB und die WEGSCHEIDE im Mai"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Rundgang in Bad Orb am 27. Mai 2014<br \/>\nmit den \u201eAufgeweckten Alten\u201c<\/span><\/strong><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #000000;\">ngg_shortcode_0_placeholder<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #000000;\"><strong>********************************************<\/strong><\/span><\/h2>\n<h5><span style=\"color: #000000;\">Hier den Text klicken! <\/span><a title=\"LINK zu allen Bildern dieses sch\u00f6nen Tages\" href=\"https:\/\/www.igbce-blogs.de\/aufgeweckte-alte\/?p=5056\" target=\"_blank\">LINK zu allen Bildern dieses sch\u00f6nen Tages!<\/a><\/h5>\nngg_shortcode_1_placeholder\n<p>ngg_shortcode_2_placeholder<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">An der <strong>Eisernen Hand<\/strong>, der Autobahnabfahrt mittig zwischen Frankfurt und Fulda beginnt die Bad Orber Gemarkung, das Tor zum Spessart. Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Spessarts ist bayrisch, dazu geh\u00f6rte fr\u00fcher auch Orb, aber die meiste Zeit (ca. 750 Jahre) geh\u00f6rte Orb zu Mainz, das durch das Mainzer Rad an historischen Geb\u00e4uden sichtbar ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Einwohnerzahl dieser mittelalterlichen Stadt mit dem Wappen St. Martins liegt unter 10.000. Die Stadtbefestigung aus dem<br \/>\n13. Jhdt. ist heute noch z. T. eindrucksvoll erhalten.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>ngg_shortcode_3_placeholder Der Ausgangspunkt des Rundgangs war die <strong>Konzerthalle im Kurpark<\/strong>, der bereits 1900 auf dem einstigen Salinengel\u00e4nde nach englischem Muster angelegt wurde.<\/p>\nngg_shortcode_4_placeholder\n<p>Das einzig \u00fcbrig gebliebene Gradierwerk (Saline) ist 155 m lang, 12 m hoch und Hessens <strong>gr\u00f6\u00dftes erhaltenes<\/strong> <strong>Gradierwerk<\/strong>. Gradierwerke dienten urspr\u00fcnglich der Aufbereitung des salzhaltigen Wassers, indem es \u00fcber Schwarzdorn tropfte, sich durch Eindunstung verdickte, von Kohles\u00e4ure, Eisen und Kalk befreite und dadurch zur besseren Salzqualit\u00e4t f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Das <strong>Zollhaus<\/strong> zeugt von den S\u00e4lzern und K\u00e4rnern, die mit dem wei\u00dfen Gold \u00fcber den Eselsweg, der heute ein beliebter Wanderweg ist, in die Welt zogen.<\/p>\n<p>Das 1770 erbaute <strong>Rathaus <\/strong>war einst bayrisches Hauptsalzamt, bevor es zum Rathaus umfunktioniert und bis 2006 als solches genutzt wurde.<\/p>\n<p>In der <strong>Alten Stadtapotheke <\/strong>lebte Leopold Koch, der 1936 die erste Badeanstalt schuf und somit die Heilkraft des Saalwassers nutzte, nachdem die Salzgewinnung nicht mehr rentabel war.<\/p>\n<p>Der <strong>Wenedelinusbrunnen <\/strong>mit dem Schutzpatron der Bauern und Hirten steht eindrucksvoll vor dem Haus <strong>Goldenes Rad, <\/strong>ein Gasthaus, das Treffpunkt der einstigen Wilderer war.<\/p>\n<p>Vorbei am <strong>Henkershaus <\/strong>aus dem 16. Jhdt., wo einst der Orber Henker und Schinder au\u00dferhalb der Stadtmauer wohnte, f\u00fchrte der Weg am ehemaligen <strong>kurmainzischen Amtskeller <\/strong>vorbei zum <strong>Heilbad- und Jubil\u00e4umsbrunnen<\/strong>, der1987 zum 150-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Bad-Gr\u00fcndung errichtet wurde. Die Brunnens\u00e4ule zeigt die Entwicklung von Orb. Die drei Buben auf der S\u00e4ule, Ludwig, Martin und Phliipp sind die Namensgeber der drei Heilquellen. Nicht weit davon ist auf einem gewaltigen <strong>Kastengradierstein<\/strong> eine Gedenktafel angebracht,\u00a0 zur Erinnerung der <strong>Orber Juden<\/strong>, die in n\u00e4chster N\u00e4he auch ihre Synagoge hatten.<\/p>\n<p>Vom Haus <strong>Alt Orb, <\/strong>das 1550 errichte wurde, hatte man einen guten Blick zum <strong>Obertor<\/strong>, ein gewaltiger Turm, der einst auch als Gerichtsgef\u00e4ngnis diente.<\/p>\n<p>Der <strong>Freihof<\/strong>, eine innerst\u00e4dtische Burg der fr\u00e4nkischen Adelsfamilie <strong>Faulhaber<\/strong>, hat ihren Namen deshalb, weil die Faulhabers bereits 1425 Steuerfreiheit erhielten. Aus diesem Geschlecht gingen zwei Mainzer Erzbisch\u00f6fe hervor.<\/p>\n<p>Zwei sehensw\u00fcrdige Fachwerkh\u00e4user, <strong>Patrizierh\u00e4user<\/strong>, wurden 1607 erbaut. 1848 begann hier der Aufstand der Orber B\u00fcrger gegen das bayrische Milit\u00e4r.<\/p>\n<p>Im Quellenring konnte man unterhalb der Spessartklinik, in unmittelbarer N\u00e4he der <strong>Philipps- <\/strong>und <strong>Ludwigsquelle<\/strong> das heilbringende Wasser kosten. Hier sind auch die Stadtmauern und Wehrt\u00fcrme besonders gut erhalten.<\/p>\n<p>Bereits 1460 hatten die Orber das Privileg, an jedem Samstag einen Markt abzuhalten. Der <strong>Marktbrunnen<\/strong> auf dem<strong> Markplatz <\/strong>erinnert an diese Zeit.<\/p>\n<p>Ein Schmuckst\u00fcck ist das <strong>Kleinste Haus<\/strong>, das einstmals erste Zahlstelle der Raiffeisen-genossenschaft von Orb war. Es ist 1,58 m breit und \u00fcberhaupt <span style=\"text-decoration: underline;\">das<\/span> Postkartenmotiv.<\/p>\n<p>Vom Kleinsten Haus f\u00fchrt ein breiter Treppenaufgang zur <strong>Martinskirche<\/strong>, eine gotische Kirche aus dem 14. Jhdt. In der Weihnachtsnacht 1983 brannte die Kirche fast v\u00f6llig aus und viele Sch\u00e4tze gingen verloren. Bereits 1985 erfolgte die Wiedereinweihung.<\/p>\n<p>Das <strong>Untertor<\/strong> ist eigentlich der Eingang in die Fachwerkstadt, die zwei metallischen B\u00f6gen sollen das ehemalige mittelalterliche Untertor darstellen. Der <strong>\u00c4skulap-Brunnen<\/strong> stellt den Bezug zum Heilbad her. Sehenswerter ist am Untertor die Figur <strong>Peter von Orb<\/strong>. Er war einst ein<strong> <\/strong>ber\u00fcchtigter<strong> <\/strong>Spessartr\u00e4uber, der im <strong>Wartturm<\/strong> auf dem Hausberg, dem Molkenberg, eingekerkert wurde und angeblich durch einen von ihm gez\u00e4hmten Fuchs, der ihm einen Gang unter den Mauern w\u00fchlte, entkommen konnte. Aus Rache soll er die Schweden, die im 30-j\u00e4hrigen Krieg durch den Kinziggrund zogen, auf die Orber aufmerksam gemacht haben, die schlie\u00dflich die Stadt pl\u00fcnderten und brandschatzten.<\/p>\n<p>Dieser <strong> historische Rundgang<\/strong> fand sein Ende mit der Mittagspause in der alten Orber <strong>Marktsch\u00e4nke<\/strong>.<strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>______<\/strong><\/p>\n<p><strong>ngg_shortcode_5_placeholder<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Bus ging es zur <strong>Wegscheide<\/strong>, ein H\u00f6henzug zwischen Bad Orb und dem Jo\u00dfgrund. Die Wegscheide wurde 1911 urspr\u00fcnglich als Lager des Milit\u00e4rs errichtet, das zum Truppen\u00fcbungsplatz in Villbach\/Lettgenbrunn geh\u00f6rte. Nach dem ersten Weltkrieg ( 1920 ) wurde die Wegscheide Schullandheim f\u00fcr Frankfurter Kinder, die sich bei Schulbetrieb erholen sollten. Mit Spenden von verm\u00f6genden Frankfurter Familien, wie z. B. die Familie Weinberg, wurde diese Einrichtung unterst\u00fctzt. Von 1939 bis 1945 war Villbach\/Lettgen-brunn abermals Truppen\u00fcbungsplatz. Die Menschen in diesen Gemeinden wurden deshalb ein zweites Mal umgesiedelt. Die Wegscheide wurde w\u00e4hrend des Krieges zum Gefangenenlager f\u00fcr Franzosen, Briten , Polen und sp\u00e4ter f\u00fcr sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen. Ab 1945 diente die Wegscheide als Fl\u00fcchtlingslager, aber bereits 1949 kamen wieder Frankfurter Kinder zur Wegscheide. Heute kommen nicht nur Frankfurter Kinder zu Ferienaufenthalte auf die Wegscheide, manchmal sogar Kinder aus dem Ausland.<\/p>\n<p>Auf einem <strong>Rundgang \u00fcber die Wegscheide<\/strong> konnte der Geschaftsf\u00fchrer <strong>Herr Noack <\/strong>von der ungebrochenen und gewachsenen Attraktivit\u00e4t dieser Wegscheide-Stiftung \u00fcberzeugen. Das Angebot an Sport und Spiel als auch die Inneinrichtungen sind auf einem guten Niveau, vor allem der sozialp\u00e4dagogische Wert eines solchen Aufenthaltes von jungen Menschen ist nicht hoch genug einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><strong>______<\/strong><\/p>\n<p>Im Anschluss an die Wegscheidef\u00fchrung ging es mit dem Bus, vorbei am <strong>Russischen Friedhof<\/strong> mit 1430 toten Kriegsgefangenen, \u00fcber Villbach , vorbei an der Orbquelle zum <strong>Caf\u00e9\u00a0 Waldfriede<\/strong>. Dort st\u00e4rkten sich vor der anschlie\u00dfenden Heimfahrt nach F-H\u00f6chst die \u201eAufgeweckten Alten\u201c mit Tortenst\u00fccken, die in diesem Haus sowohl von der Qualit\u00e4t als auch von der Gr\u00f6\u00dfe und dem Preis\u00a0 einen ausgesprochen sympathischen Eindruck hinterlie\u00dfen.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_6_placeholder<\/strong><\/p>\n<p><strong>______<\/strong><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\">Zur<\/span> <\/span><a href=\"https:\/\/www.igbce-blogs.de\/aufgeweckte-alte\/?page_id=130\">Startseite<\/a><\/h5>\nRelated Images:","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rundgang in Bad Orb am 27. Mai 2014 mit den \u201eAufgeweckten Alten\u201c ******************************************** Hier den Text klicken! LINK zu allen Bildern dieses sch\u00f6nen Tages! An der Eisernen Hand, der Autobahnabfahrt mittig zwischen Frankfurt und Fulda beginnt die Bad Orber Gemarkung, das Tor zum Spessart. 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