Was bewirkt die Demographie


Lernen im Alter!? - Lernen im Alltag!

Von Gunther am 28. November 2007

Blüte und Verweseung

"Lernen im Alter" war das Thema der 3. Veranstaltung der Berufsgruppen ChemikantInnen und ProduktionsarbeiterInnen sowie Technisch-Handwerkliche Berufe

Der demografische Wandel ist zentraler Gegenstand öffentlicher Debatten. Zum einen scheiden ältere Erwerbstätige immer noch häufiger aus dem Erwerbsleben aus (Altersteilzeit, vorgezogene Rente, Arbeitsplatzverlust bei Rationalisierung) als jüngere Arbeitnehmer. Zum anderen müssen sie nach Neuregelung der gesetzlichen Renteneintritte - zumindest die ab Jahrgang 1964 Geborenen - bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres arbeiten! Lebenslanges Lernen wird nicht zuletzt zur dauerhaften Sicherung der Qualifikation und damit zur Absicherung der Beschäftigung bis ins hohe Alter von allen verlangt. Trotz dieser veränderten Fakten ist die Weiterbildungsquote bei Erwachsenen in Deutschland, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, beängstigend gering! Sind ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lernunwilliger oder liegt es eher daran, dass ent-sprechende Angebote bis dato immer noch Seltenheitswert haben? Zudem haben wir Euch hier ein paar Texte und andere spannnden Dinge zusammen getragen die sich mit dem Thema Lernen beschäftigen.

Zielsetzung der Verasntaltung

Uns geht es um die Notwendigkeit und die Herausforderungen des Lernens auch (und gerade) im Alter! Welche neueren Erkenntnisse hat die Wissenschaft (Lernpsychologie / Erwachsenenpädagogik) zum Thema „Lernen im Alter" parat? Wie lerne ich im Alter und was muss ich eigentlich lernen, um meinen Arbeitsmarktwert bis zum Renteneintrittsalter „vermarktungsfähig" zu halten? Wie müssten Lernangebote, insbesondere in der betrieblichen Aus-, Fort- und Weiterbildung konkret aussehen, damit sie angenommen und auch als Arbeitsplatzsicherungsmaßnahme gebraucht werden können?

 Lernen im Alter !?  Lernen im Alltag!

Auf der Seite "Lernen lernen" hier im Blog findet ihr neben einem paar Tipps zum Umgang mit Texten und Internetsuche auch zwei Podcast zum Thema Gehirn. Hierzu ist allerdings eine Registrierung im Blog erfoderlich.

Gute Tipps zum Lernen findet ihr auch auf der Homepage von Vera F. Birkenbihl. Habe hier schon mal zwei Artikel bereitgestellt die ebenfalls von iher Homepage stammen. Einer beschäftigt sich mit Metaphern die uns helfen, Denkaufgaben zu lösen. Der zweite ist ein Ausszug aus ihrem Buch "Das innere Archiv".

Ausszug: "Das doppelte Leitmotiv dieses Buch-Seminars lautet:

  1. Wie „bauen" wir unser inneres Archiv auf/aus? (Stichwort: Lernen)
  2. Wie nutzen wir es optimal? (Stichwort: Gedächtnis bzw. ZUGRIFF auf unser vorhandenes Wissen)"

Spannend, leicht zulesen und mit ein paar Übungen.

Hinweis: Die Datei zum "inneren Archiv" hat 18 MB! Das herunterladen kann also lange dauern; inbesondere wenn ihr nicht über eine DSL Leistung verfügt.

Spannend ist auch eine Publikation aus einem Projekt der IG Metall zum Thema "Lernen im Alter". Die Broschüre entstammt der Homepage des Projektes "Beschäftigungsfähigkeit sichern - Potenziale alternder Belegschaften am Beispiel der Metall- und Elektroindustrie in der Region Dortmund / Hamm / Kreis Unna". Zur Homepage kommt ihr hier.

Weitere Artikel werden folgen!

Zum Projekt ZuGabE´09

Die IG BCE hat mit dem Projekt „Zukunft von Gewerkschaftsarbeit und betrieblichem Engagement" (ZuGabE) ein Forum geschaffen in dem die unterschiedlichen Facetten der Diskussion um Lernenim Alltag beleuchtet werden können.

Aus den Blickwinkeln der demographische Entwicklung, des Standortes Ludwigshafen und der auch hier spürbaren Globalisierung, der technologischen Veränderungen und der Veränderungen der Beschäftigung diskutieren wir die Auswirkungen der Entwicklungen auf die Beschäftigten der BASF AG Ludwigshafen. Hierbei spielt die Qualifizierung und damit das Lernen immer wieder eine herausragende Rolle. Zentrale Fragen des Projektes sind dabei: Welche Chancen und Risiken sind mit der Entwicklung verbunden, vor welchen Herausforderungen steht die IG BCE

Welche Chancen und Risiken sind mit der Entwicklung verbunden, vor welchen Herausforderungen steht die IG BCE. Eine genaue Projektbeschreibung findet ihr hier.

Hier findet ihr auch eine Übersicht zu Zeit und Ort der nächsten Treffen. Wer Lust hat ist herzlich eingeladen.

Fit bis 67? Wie der Job ältere Beschäftigte krank macht

Von Gunther am 25. Oktober 2007

Roswitha Minges hat auf einen Beitrag in der Reihe "böcklerimpulse" hingewiesen, der deutlich macht, dass bereits in der Altersgruppe zwischen 45 und 65 viele Menschen durch die Belastungen im Job krank werden.

Stelle euch den Beitrag hier  zum Herunterladen zur Verfügung.

Der Beitrag basiert auf der Auswertung einer Reihe internationaler Studien zur Arbeitsbelastung. Als wichtige Risiken wurden körperliche Belastungen, Schichtarbeit, extrem lange Arbeitszeiten und psychosoziale Belastungen genannt. Schlussfolgernd werden dann ein paar Möglichkeiten genannt, wie im Unternehmen auf die Belastungen reagiert werden können.

Zusätzlich: 

Auf der Internetseite der Hans-Böckler-Stiftung (http://www.boeckler.de/) findet ihr unter der Rubrik Veröffentlichungen auch das gesamte Heft. Zudem stehen hier eine Vielzahl weiterer spannender Informationen bereit.

"Die Hans-Böckler-Stiftung" ist das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des DGB. Sie ist in allen ihren Aufgabenfeldern der  Mitbestimmung als Gestaltungsprinzip einer demokratischen Gesellschaft verpflichtet. Sie wirbt für diese Idee, unterstützt Mandatsträger in Mitbestimmungsfunktionen und tritt für erweiterte Mitbestimmungsrechte ein. " (Quelle: Interseite der Stiftung)

Lernen im Alter

Von Gunther am 15. Oktober 2007

Veranstaltung der Berufsgruppen ChemikantInnen und ProduktionsarbeiterInnen sowie Technisch-Handwerkliche Berufe

22. November 2007

Impulsreferat von Frau Dr. Julia Gillen; Technische Universität Dresden; 
anschließend Diskussion

17.00 Uhr bis ca. 19.30 Uhr

Betriebsratsgebäude der BASF AG - Z10

Hier ist der Fleyer zum Download: Lernen im Alter

Hintergrund 

Der demografische Wandel ist zentraler Gegenstand öffentlicher Debatten. Zum einen scheiden ältere Erwerbstätige immer noch häufiger aus dem Erwerbsleben aus (Altersteilzeit, vorgezogene Rente, Arbeitsplatzverlust bei Rationalisierung) als jüngere Arbeitnehmer. Zum anderen müssen sie nach Neuregelung der gesetzlichen Renteneintritte - zumindest die ab Jahrgang 1964 Geborenen - bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres arbeiten! Lebenslanges Lernen wird nicht zuletzt zur dauerhaften Sicherung der Qualifikation und damit zur Absicherung der Beschäftigung bis ins hohe Alter von allen verlangt. Trotz dieser veränderten Fakten ist die Weiterbildungsquote bei Erwachsenen in Deutschland, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, beängstigend gering! Sind ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lernunwilliger oder liegt es eher daran, dass ent-sprechende Angebote bis dato immer noch Seltenheitswert haben?

Zielsetzung

Uns geht es um die Notwendigkeit und die Herausforderungen des Lernens auch (und gerade) im Alter! Welche neueren Erkenntnisse hat die Wissenschaft (Lernpsychologie / Erwachsenenpädagogik) zum Thema „Lernen im Alter" parat? Wie lerne ich im Alter und was muss ich eigentlich lernen, um meinen Arbeitsmarktwert bis zum Renteneintrittsalter „vermarktungsfähig" zu halten? Wie müssten Lernangebote, insbesondere in der betrieblichen Aus-, Fort- und Weiterbildung konkret aussehen, damit sie angenommen und auch als Arbeitsplatzsicherungsmaßnahme gebraucht werden können?

Besonderheiten 

Viele Kolleginnen und Kollegen aus den Berufsgruppen der Chemikantinnen / Chemikanten und Produktionsmitarbeiterinnen / Produktionsmitarbeiter sowie der Berufsgruppe der Technisch-Handwerklichen Berufe sind weder lernunwillig noch bildungsfern. Deren Erfahrung  ist vielmehr, dass sie fast ausschließlich zu eher kurzzeitigen Anpassungs-qualifizierungen nach Installation neuer Technologien oder Einführung neuer Verfahrens- und Steuerungstechnik herangezogen werden. Und dann auch nur diejenigen, die man zur Bewältigung der neuen Technik dringend benötigt! Der Rest geht leer aus! Konzeptionelle Überlegungen und tatsächliche Angebote innerhalb der betrieblich organisierten Fort- und Weiterbildung als mittel- und langfristig angelegte Maßnahme sind für unsere Berufsgruppen-mitglieder zur Zeit noch nicht vorhanden.

Teilnahme und Anmeldung

Wir wollen am 22.11.2007 mit den Mitgliedern der beiden Berufsgruppen und allen sonstigen Interessierten auf der Grundlage genau dieser Besonderheiten diskutieren!

Wir wollen Vorschläge erarbeiten und Weichen stellen! Wir brauchen Angebote, die allen Interessierten dieser Berufs-gruppen offen stehen und qualifizierend für ein Arbeiten bis zum 67. Lebensjahr garantieren!

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung

per Mail: andrea.leifer@igbce.de

per Telefon: 0621 / 52047-14 (Andrea Leifer; IG BCE)  

Wir freuen uns auf Euch!

Paul Steiner Vorsitzender BG Technisch-Handwerkliche Berufe

Uwe Liebler Vorsitzender BG Chemikanten/innen und Produktionsarbeiter/innen

Michael Päckert  Stellv. Bezirksleiter IG BCE Bezirk Ludwigshafen  

Wolfgang Beinert Bezirkssekretär IG BCE Bezirk Ludwigshafen  

Nettes Filmchen

Von Gunther am 5. Oktober 2007
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Altern und Produktivität

Von Gunther am 4. Juli 2007

Die Diskussion um das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung / der Belegschaften in den Unternehmen stellt immer wieder den Zusammenhang von Arbeit und der angeblich nachlassenden Produktivität in den Vordergrund.

Axel Börsch-Supan, Ismail Düzgün und Matthias Weiss vom Mannheimer Universitätsinstitut ("Research Institute for the Economics of Aging (MEA)) zeigen nun in einer Studie den Stand der Forschung (Altern und Produktivität: Zum Stand der Forschung) Neben  dem - zu erwartenden - Aufzeigen der unterschiedlichen, und um Teil widersprüchlichen, Forschungsergebnisse, kommen die Autoren zum Ergebniss, dass eine "neue Sicht der Produktivitätsmessung" notwendig ist.

Die bisherige Messung orientiert sich im Wesentlichen an der individuellen Produktivität. In "einer modernen arbeitsteiligen Gesellschaft" ealisiert sich die Arbeitsproduktivität allerdings weniger in den Einzelpersonen, als vielmehr in der Gemeinschaft, also im Zusammenwirken von Jüngeren, daher vielleicht innovativeren und älteren, zumeist erfahreneren Mitarbeitern."