RSI-Syndrom

Mensch-Computer-Interaktion

Die Beanspruchung der Muskulatur beim Arbeiten mit der Tastatur oder der Maus, das konzentrierte Fokussieren von Bildschirminhalten sind körperliche Höchstleistungen. Gereizte Augen, Kopfschmerzen oder der „Mausarm" sind Folgen von Überanstrengung.

Insbesondere der „Mausarm" oder auch das RSI-Syndrom, kann bei Nichtbehandlung einen chronischen Verlauf nehmen. RSI seht für Repetitive Strain Injury also Verletzung durch wiederholte Belastung.

In den USA gilt RSI inzwischen als anerkannte Berufskrankheit für verschiedene Berufe (insbesondere in der IT-Branche).

In Deutschland wird die Sehnenscheidenentzündung als Berufskrankheit anerkannt (BKV Nr. 2106). Genauer, die Erkrankungen der Sehnenscheiden oder des Sehnengleitgewebes sowie der Sehnen- oder Muskelansätze, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können.

Welche Möglichkeiten gibt es eine Erkrankung zu vermeiden? Zum Beispiel sollte die Maus der Größe der Hand angepasst sein. Häufige kurze Pausen und die Vermeidung der Betätigung des Scrollrades sind ebenfalls zu empfehlen.

Wer möchte, kann die Wirkung von RSI-Software ausprobieren. Zum Beispiel das Programm Workrave, das dem Mausnutzer Pausen nach bestimmter Arbeitsdauer vorschlägt und zu kleinen Entspannungsübungen einlädt.

 

Links:
Wikipedia: RSI-Syndrom

RSI-Software Workrave

Berufskrankheitenverordnung

Gesundheitsamt Baden-Württemberg

ergo-online: Ticken statt Klicken – Stift statt Computermaus?

Ergo2Work: Spezialmäuse

Computer Pad

Handkissen

Grafiktabletts

Download:
Dissertation: Krankheitsbilder des Handgelenks, 2006 (PDF)